Temperaturabgesenkter Asphalt

Verdichtung von temperaturabgesenkten Asphalten und deren Umsetzung im Labor

Der Einbau und die Verdichtung von Asphaltmischgut haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Qualität und Dauerhaftigkeit von Asphaltbefestigungen. Insbesondere Walzasphalt kann Belastungen nur dann aufnehmen und in den Untergrund ableiten, wenn die Anforderungen des geltenden Regelwerks an den Verdichtungsgrad erfüllt werden. Dabei spielen insbesondere die Parameter Hohlraumgehalt und Verdichtungsgrad eine entscheidende Rolle für die Dauerhaftigkeit.

Ziel des Verdichtungsprozesses ist es, eine ausreichende Lagerungsdichte des Asphaltmischguts zu erreichen, sodass Nachverdichtungen und die damit verbundenen Verformungen des Oberbaus infolge von Verkehrsbelastungen vermieden werden.

Durch die Einführung eines neuen Arbeitsplatzgrenzwerts für Dämpfe und Aerosole aus der Bitumenheißverarbeitung sollen im Straßenbau künftig verstärkt temperaturabgesenkte Asphalte (TA-Asphalte) eingesetzt werden. Hierbei wird die Mischguttemperatur während der Herstellung und Verarbeitung gegenüber herkömmlichen Temperaturen reduziert, was sich auf den Einbau- und Verdichtungsprozess auswirken kann.

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung fundierter Konzepte für die optimale Verdichtung temperaturabgesenkter Asphalte unter Berücksichtigung verschiedener Technologien zur Temperaturabsenkung, wie chemische oberflächenaktive Additive, Schaumbitumen und viskositätsverändernde organische Zusätze. Dabei sollen sowohl praxistaugliche Strategien für die Verdichtung im Feld als auch geeignete Referenzverfahren für Laboruntersuchungen eingesetzt werden.

Zur Erreichung dieses Ziels werden in diesem Projekt die Auswirkungen variierender Verdichtungskonzepte sowie unterschiedlicher Technologien zur Temperaturabsenkung auf die Qualität verschiedener Deckschichtarten anhand von Probefeldern untersucht und mit Referenzverdichtungsverfahren im Labor verglichen. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse können schließlich Konzepte zur Bewertung der Verdichtung von TA-Asphalten entwickelt werden.

Projektpartner: Bickhardt Bau SE
TU Darmstadt – Institut für Verkehrswegebau