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Geschichte

 

Im Herbst 1997 übernahm Prof. Dr.-Ing. Manfred Boltze die Leitung des Instituts. In der Forschung und Lehre an der Technischen Universität Darmstadt befasst sich Prof. Boltze mit den gemeinsamen Grundlagen für alle Verkehrsmittel und mit den verkehrsmittelübergreifenden Fragen der Verkehrsplanung und Verkehrstechnik. Methoden und Verfahren der Verkehrsplanung werden mit ihren interdisziplinären Bezügen und als Bestandteil der überfachlichen Raumplanung behandelt. Verkehrsmanagement und Verkehrstelematik sind in den nächsten Jahren Forschungsschwerpunkte.

 

Die Entstehung des Fachgebiets Verkehrsplanung und Verkehrstechnik geht auf den Beginn der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts zurück. Auf Antrag der damaligen Fakultät für Bauingenieurwesen war im Jahr 1963 zusätzlich zum bestehenden Lehrstuhl für Eisenbahn-, Straßen- und Verkehrswesen der neue Lehrstuhl „Verkehr II, Verkehrsplanung und Verkehrswesen einschließlich Straßenverkehrstechnik“ durch den Hessischen Kultusminister geschaffen worden. Im Jahre 1965 erfolgte die Berufung von Oberregierungsbaurat Dr.-Ing. Hans-Georg Retzko auf den inzwischen umbenannten „ordentlichen Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik“ und ein Jahr später, also 1966, seine Ernennung zum ordentlichen Professor und anschließend seine Bestellung zum Direktor des Instituts für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik.

 

Wegen der allgemeinen Raumknappheit der damaligen Technischen Hochschule – das Erweiterungsgebiet Lichtwiese war noch nicht bebaut – wurden für den neuen Lehrstuhl neun leere Räume in einem Gebäude einer Privatfirma am Steubenplatz in Darmstadt gemietet. Hier wurde die materielle und personelle Infrastruktur von Null an aufgebaut. Der Personalbestand entwickelte sich von einem Professor, zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern und einer Angestellten im Jahre 1966 bis zum Jahr 1971 rasch auf einen Professor, zehn wissenschaftliche Mitarbeiter, einen Privatbediensteten und fünf Angestellte.

 

Im Jahre 1970 konnten Lehrstuhl und Institut in das erste neue Gebäude auf der Lichtwiese (Architektur-Fakultät) umziehen. Mit der vom Hessischen Kultusministerium genehmigten Bildung des Instituts für Verkehr wurde der ehemalige Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik im Jahre 1976 eines der drei Fachgebiete des neuen Instituts.

 

Unter der 31-jährigen Leitung des Lehrstuhls und Instituts bzw. Fachgebiets von Prof. Retzko waren die Schwerpunkte der Forschung vor allem:

  • systematische Untersuchungen des Verkehrsablaufs an Straßenverkehrsknotenpunkten ohne Lichtsignalanlage,
  • grundlegende Untersuchungen zur Signalprogrammberechnung für Straßenverkehrsknotenpunkte mit Lichtsignalanlage,
  • Untersuchungen über den Prozess der städtischen und regionalen Verkehrsplanung und
  • interdisziplinäre Untersuchungen über Probleme des städtischen und regionalen Verkehrs.

Die Forschungsergebnisse spiegelten sich in der Lehre wider. Die Lehre wurde ferner wesentlich beeinflusst von der freiberuflichen Nebentätigkeit von Prof. Retzko als beratender Ingenieur für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik.

 

Nach der Emeritierung von Prof Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Georg Retzko im Frühjahr 1997 zog das Fachgebiet in das Maschinenbau-Gebäude um, wodurch eine räumliche Zuordnung der drei Fachgebiete des Verkehrs erreicht wurde.

Im Jahre 2017 erfolgte eine erneute Umwidmung des Fachgebiets Verkehrsplanung und Verkehrstechnik in Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik.